In den meisten europäischen Ländern wird die offizielle Zeit im Frühjahr von Winter- auf Sommerzeit und im Herbst von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Diese beiden Zeiten sind (in der Schweiz) festgelegt als Winterzeit (Normalzeit) = mitteleuropäische Zeit (MEZ), Sommerzeit = mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).

Die innerhalb der EU abgestimmte Regelung der Sommerzeit besagt, dass die Sommerzeit jeweils am letzten Sonntag des Monats März beginnt und am letzten Sonntag des Monats Oktober endet.

Die Umstellung geschieht wie folgt:

W -> S: Vorstellen der Uhr um 1 Stunde von 2 00 (MEZ) auf 3 00 (MESZ). Die Zeit zwischen 2 00 und 3 00 "entfällt", wodurch diese Nacht nominell um 1 Stunde kürzer ist.

S -> W: Zurückstellen der Uhr um 1 Stunde von 3 00 (MESZ) auf 2 00 (MEZ). Die Zeit zwischen 2 00 und 3 00 wird 2 x durchlaufen (i. a. bezeichnet als 2 Uhr a und b), wodurch diese Nacht nominell um 1 Stunde länger ist.

 

 

Warum es Sommer- und Winterzeit gibt

In Deutschland wurde die jetzt gültige Zeitumstellung von Winterzeit auf Somerzeit 1980 eingeführt. Ein wichtiger Grund war zum einen die Anpassung an Nachbarländer, die diese Regelung schon früher eingeführt hatten. Zum anderen war man der Überzeugung mit dieser Regelung durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie sparen zu können. Diese Überlegung war insbesondere noch eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise in Deutschland 1973. Von 1950 - 1980 gab es in Deutschland keine Sommerzeit, jedoch existierten vor diesem Zeitraum bereits mehrere Sommer- und Winterzeiten, so gab es 1947 neben der Winter- und Sommerzeit sogar noch eine Hochsommerzeit. Eingeführt wurde die Zeitumstellung erstmals 1916 in Irland. Schon seit der Einführung der Sommerzeit (die Winterzeit ist also die "echte Zeit") wird über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. So wird laut Erkenntnissen des Bundesumweltamtes während der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht gespart, jedoch wird dann morgens mehr geheizt, besonders in den kalten Monaten (März, April und Oktober) während der Sommerzeit. Insgesamt wird dadurch sogar mehr Energie verbraucht. Mediziner haben negative Auswirkungen der Zeitumstellung festgestellt, da sich der Organismus mit der Anpassung seines Rhythmuses schwer tut. Besonders Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Erkrankungen haben hier anscheinend größere Probleme. Details finden Sie bei Medizininfo. Übrigens : Laut Studien gibt es am Montagmorgen nach der Zeitumstellung von der Winter- auf die Sommerzeit mehr Verkehrsunfälle als an einem gewöhnlichen Montagmorgen.

Die Sommerzeiten  2008 bis 20012

von

bis

30.03.2008 26.10.2008
29.03.2009 25.10.2009
28.03.2010 31.10.2010
27.03.2011 30.10.2011
25.03.2012 28.10.2012